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Drei Meldungen des Tages, eingeordnet für Betriebe im Berner Oberland.


1. Wenn die KI-Website plötzlich offline geht: Was du aus dem Manus-Fall lernen kannst

Das KI-Tool Manus ermöglicht es, ohne Programmierkenntnisse eine Website zu erstellen. Ende August 2026 war die Website der Prompt-Engineerin Susanne Renate Schneider laut einem Bericht von t3n rund zwei Tage offline. Grund: Manus musste Nutzerdaten aus einem bestimmten Zeitraum löschen. Weil Schneiders gesamte Website über Manus lief, war sie davon direkt betroffen. Ein Umzug der Daten in ein anderes Programm gelang nicht — die Exportdateien waren laut dem t3n-Bericht verschlüsselt. Als sinnvolleren Weg nennt der Artikel ein Hybrid-Modell.

Für einen Betrieb heisst das: Eine KI kann helfen, eine Website schnell aufzubauen. Aber wenn Inhalte, Domain-Anbindung und Daten ausschliesslich bei einem einzigen Anbieter liegen, hängt die eigene Sichtbarkeit genau an diesem Anbieter. Fällt er aus, ändert Regeln oder löscht Daten, ist man offline — und kommt womöglich nicht einmal an eine brauchbare Sicherung. Praktische Konsequenz: eigene Domain behalten, regelmässig einen lesbaren Export ziehen (kein verschlüsseltes Archiv), und im Zweifel ein Hosting wählen, das unabhängig vom KI-Werkzeug steht.

Quelle: t3n


2. Microsoft schaltet KI-Textvorhersagen in Word und Outlook standardmässig ab

Microsoft deaktiviert die automatischen KI-Textvorhersagen in Word und Outlook künftig standardmässig. Damit wechselt das Feature vom Opt-out zum Opt-in: Wer die Vorschläge möchte, muss sie selbst aktivieren. Betroffen sind laut heise online unter anderem Word für Windows ab Version 2609, Word für Android und iOS, Outlook für Windows klassisch ab Version 2608, Outlook für Mac sowie Word im Web. Aktivieren lassen sich die Vorschläge im klassischen Outlook über «Datei / Optionen / E-Mail»; im neuen Outlook und in Outlook im Web über «Einstellungen / E-Mail / Intelligente Vorschläge».

Für einen Betrieb heisst das: Wer im Alltag mit Word oder Outlook arbeitet und sich an den mitlaufenden Vorschlägen gestört hat, muss nach dem Update nichts mehr abschalten — standardmässig ist Ruhe. Wer die Hilfe schätzt, schaltet sie gezielt ein. Ein guter Anlass, dem Team einmal zu zeigen, wo dieser Schalter sitzt. Und ein gesundes Signal: KI-Funktionen gehören dorthin, wo der Mensch sie bewusst einschaltet, nicht ungefragt in jeden Arbeitsschritt.

Quelle: heise online


3. Rewe steuert KI-Agenten mit Freigabeprozess — das Muster dahinter ist auch für KMU nützlich

Rewe digital orchestriert laut einem Bericht von Dr. Web seine Warenwirtschaft, Logistik, Bestellungen und Rechnungen über die Plattform Camunda. Dahinter steckt ein einfaches Muster: KI-Agenten können Vorschläge machen, aber ein Mensch muss freigeben, bevor etwas ausgeführt wird. Jeder Schritt wird protokolliert, Agenten erhalten nur mit Genehmigung Zugriff, und die eingesetzten KI-Modelle bleiben laut dem Bericht austauschbar — kein Anbieter-Lock-in. Laut Dr. Web beschäftigt Rewe digital rund 2.500 IT-Fachleute an elf Standorten in fünf Ländern.

Für einen Betrieb heisst das: Man muss kein Grosskonzern sein, um das Grundprinzip zu übernehmen. Die Lehre für ein KMU ist nicht das Werkzeug, sondern das Muster: KI schlägt vor, ein Mensch gibt frei, jeder Schritt ist nachvollziehbar, und man legt sich nicht auf einen einzigen Anbieter fest. Wer KI-Werkzeuge im Betrieb einführt, fährt besser, wenn klare Regeln gelten: Was darf die KI tun, was nicht, und wer schaut drüber? Diese Fragen lassen sich auch im kleinen Rahmen beantworten — bevor Fehler passieren, nicht danach.

Quelle: Dr. Web


Auch gesehen

WhatsApp-Sicherheitslücke: Zugriff auf Fotos bei gesperrtem Android-Gerät. Laut heise online soll eine Sicherheitslücke in WhatsApp ermöglichen, auf Fotos zuzugreifen, auch wenn das Android-Handy gesperrt ist. Das Thema ist nicht im Volltext geprüft — wer WhatsApp beruflich nutzt und Fotos sendet oder empfängt, sollte die Meldung im Blick behalten und App-Updates konsequent einspielen. Quelle: heise online.


Ein kurzes Gespräch reicht oft, um zu sehen, was in deinem Betrieb sinnvoll ist und was nicht. https://ki-beo.ch

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ES
Emanuel Schmid
Inhaber von EIL in Spiez — hilft KMU im Berner Oberland, KI datenschutzkonform einzusetzen.