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Laut einer Kaspersky-Umfrage (Marktforscher Censuswide, Juli 2026, 103 Schweizer Führungskräfte aus einer Gesamtbefragung von 403 Führungskräften in DE/AT/CH, aufgegriffen von Netzwoche am 14. Oktober 2026) ist die grösste gefürchtete Folge eines Cyberangriffs bei Schweizer Führungskräften die Lösegelderpressung: 41 Prozent nennen sie an erster Stelle, 35 Prozent fürchten den Reputationsschaden, rund 32 Prozent den Datenverlust oder Diebstahl. Die Umfrage ist anbieternah und die Schweizer Stichprobe mit 103 Personen klein. Was sie trotzdem zeigt: Die Sorge ist real, und das Thema Lösegeld beschäftigt Entscheidungsträger in der Schweiz.

Das Problem mit Sorge allein: Sie schützt keine Daten.

Was das Bundesamt für Cybersicherheit sagt

Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) hält auf seiner Ransomware-Informationsseite fest: «Die Zahlung des Lösegelds garantiert nicht, dass die Daten wiederhergestellt werden können.» Das BACS empfiehlt ausserdem, nicht mit den Tätern zu verhandeln, sondern das weitere Vorgehen mit der Polizei zu besprechen.

Die praktische Botschaft dahinter: Wer ein funktionierendes Backup ausserhalb der Reichweite der Ransomware hat, steht vor keiner Lösegeld-Entscheidung.

Backup gegen Ransomware: das eine, das am meisten bringt

Ransomware verschlüsselt, was sie erreichen kann. Alles, was am Computer hängt oder im selben Netzwerk erreichbar ist, ist gefährdet. Ein Backup auf einem externen Medium, das nach der Sicherung vom Computer getrennt wurde, ist für die Schadsoftware unerreichbar.

Das BACS formuliert es klar: Das Backup soll «offline, das heisst auf einem externen Medium wie beispielsweise einer externen Festplatte gespeichert werden.» Das Medium ist nach dem Backup-Vorgang vom Computer zu trennen. Zusätzlich gehört mindestens eine Kopie offline und an einem externen Ort aufbewahrt.

In der Praxis heisst das: eine externe Festplatte, nach der Sicherung abgesteckt, und eine zweite Kopie ausser Haus. Kein teures Konzept, keine spezialisierte Software und keine IT-Abteilung nötig.

Die Hälfte, die oft vergessen geht

Ein Backup ist nur so gut wie seine Wiederherstellung. Wer noch nie geübt hat, Daten zurückzuspielen, weiss im Ernstfall nicht, ob das Backup vollständig ist, wie lange der Vorgang dauert oder welche Schritte nötig sind.

Einmal im ruhigen Moment einen Ordner oder eine Datei aus dem Backup zurücklesen und prüfen, ob alles stimmt: Das ist der Schritt, der aus einem theoretischen Backup ein echtes Sicherheitsnetz macht.

Begleitende Massnahmen

Das BACS empfiehlt ergänzend: Mitarbeitende im Umgang mit E-Mails schulen und gefährliche Anhänge am Mail-Gateway blockieren. Makros in Office-Dokumenten und verdächtige oder verschlüsselte Archive sind häufige Einfallstore. Zeitnahe System-Updates reduzieren die Angriffsfläche zusätzlich und werden allgemein empfohlen.

Für einen Betrieb heisst das

Als Einordnung: Für einen kleinen Betrieb, eine Praxis, ein Treuhandbüro oder einen Verein ohne IT-Abteilung entscheidet das eine getrennte Backup oft darüber, ob ein Vorfall ein Ärgernis bleibt oder zur Existenzfrage wird. Buchhaltungsdaten, Kundendossiers, Offerten und Mitgliederlisten lassen sich nicht rekonstruieren, wenn sie verschlüsselt sind und kein Backup vorliegt. Das ist eine plausible Einordnung aus der Logik der Situation, keine Aussage der Kaspersky-Umfrage.

Ehrlich gesagt

KI-BEO verkauft hier nichts. Die wirksamste Massnahme ist eine externe Festplatte für wenige Franken und eine ruhige Routine. Wer das eingerichtet und einmal getestet hat, braucht kein Produkt und keine Dienstleistung. Das ist die erste Antwort, und sie gilt unabhängig davon, ob danach noch mehr folgen soll.

Erst wenn ein Betrieb seine Datensicherung grundsätzlich ordnen oder ein kleines Notfallkonzept aufbauen möchte, lohnt ein ruhiges Gespräch.

ki-beo.ch


Quellen: Netzwoche (CH), 14. Oktober 2026 («Schweizer Geschäftsleitungen fürchten Lösegeldforderungen nach Cyberangriffen»); Bundesamt für Cybersicherheit (BACS), bacs.admin.ch/de/ransomware-de; swisscybersecurity.net, 14. Oktober 2026.

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ES
Emanuel Schmid
Inhaber von EIL in Spiez — hilft KMU im Berner Oberland, KI datenschutzkonform einzusetzen.